Nimm Papier oder Goodnotes. Schau dabei nicht ins Bild.
Musterantwort 1: Bei der saltatorischen Erregungsleitung ist das Axon von einer Markscheide (Schwannsche Zellen) isoliert. Aktionspotenziale entstehen nur an den Ranvierschen Schnürringen, die Erregung springt von Schnürring zu Schnürring und ist deshalb sehr schnell (bis ca. 120 m/s).
Bei der kontinuierlichen Erregungsleitung fehlt die Markscheide, jedes Stück der Membran muss nacheinander erregt werden. Sie ist deshalb langsam (ca. 0,5–2 m/s).
Musterantwort 2: Bei Charcot-Marie-Tooth sind durch eine Mutation die Myelinscheiden der langen Nerven zu Beinen und Armen geschädigt. Die Isolation fehlt, die Erregung wird langsamer oder bricht ab.
- Muskelschwäche in Füßen und Unterschenkeln, Stolpern: Myelin der motorischen Nerven geschädigt → Impulse kommen verspätet, schwach oder gar nicht an → die Muskeln werden zu schwach angesteuert. Die Beinnerven sind am längsten und haben die meisten geschädigten Stellen, deshalb zuerst die Füße.
- Taubheit und Kribbeln in den Füßen: Myelin der sensiblen Nerven geschädigt → Meldungen von der Haut werden langsam oder unterbrochen weitergeleitet → Berührung und Temperatur werden schlechter gespürt.
- Ungeschickte Hände (z. B. Knöpfe schließen): Auch die langen Nerven zu den Armen sind geschädigt → Leitung zu Hand- und Unterarmmuskeln gestört → feine Bewegungen gelingen schlechter.
Auch richtig: abgeschwächte Reflexe (Reflexbogen leitet zu langsam), Muskelschwund (Muskeln, die kaum Signale bekommen, bauen ab), Hohlfuß.